NLP Glossar

Als-ob-Rahmen

Denken und Handeln, als ob eine Situation oder ein bestimmtes Ereignis bereits eingetreten sei, bzw. wahr wäre. Dadurch entstehen im Gehirn ähnliche „Programmierungen“ wie bei einer Erfahrung, die real erlebt wird.

Ankern

Ein Verfahren, bei dem ein Reiz bzw. eine Repräsentation mit einer Reaktion verbunden wir. Anker können natürlich entstehen oder mit Absicht gesetzt werden. Es gibt sowohl negative als auch positive Anker. Negative Anker (z.B. der Anblick einer Spinne löst Angst aus) lassen sich auflösen durch Anker verschmelzen – d.h. die Integration von entgegengesetzten Zuständen (z.B. Angst mit Entspannung / Humor / Mut….). Positive Anker wie der „Moment of Excellence“ können bewusst gesetzt und später wieder ausgelöst werden.

Assoziation

Vollkommen und intensiv in einem Zustand sein; mit eigenen Augen sehen und mit allen Sinnen erleben – voll konzentriert sein.

Augenbewegungsmuster

Die meist unbewussten Augenbewegungen können ein Hinweis dafür sein, in welchem Repräsentationssystem innere Prozesse ablaufen. Diese Hinweise besitzen keine generelle Gültigkeit, sondern sind nur ein Orientierungsrahmen.

Bodenanker

Sonderfall der räumlichen Anker, bei dem Plätzen im Raum eine bestimmte Bedeutung zu-geschrieben werden. Die Plätze werden zu diesem Zweck markiert.

Dissoziation

Gegenteil von Assoziation – Ein Ereignis oder einen Zustand wie von außen erleben; Abstand haben, emotional wenig beteiligt sein – als Beobachter erleben.

Future Pace

Prozess, bei dem die Vorstellung von der Zukunft in einem bestimmten Kontext erkundet und überprüft wird. Der Future Pace dient in erster Linie als Test, ob man eine Veränderung auch wirklich umsetzen wird und sorgt für einen Transfer in die zukünftige Situation.

Kalibrieren

Genaues Wahrnehmen eines Zustandes einer anderen Person durch „Lesen“ ihrer Physiologie. Prozess, bei dem man sich auf die nonverbalen Signale einstimmt, die beim Gegenüber einen bestimmten Zustand anzeigen (z.B. Zustimmung oder Ablehnung).

Leading

Führen in der Kommunikation. Prozess, bei dem eine Person ihr Verhalten ändert, worauf der Gesprächspartner folgt und sein Verhalten dem geänderten Verhalten anpasst.

Metamodell der Sprache (Metamodell Fragen)

Beim Metamodell der Spache arbeiten wir mit Fragestellungen, die helfen, Generalisierungen, Tilgungen und Verzerrungen in der Wahrnehmung, die sich durch Spache ausdrücken, zu hinterfragen. Dadurch können Einschränkungen im Weltmodell oder eine verzerrte Sichtweise hinterfragt und ggf. korrigiert werden. Auch Missverständnisse in der Kommunikation lassen sich die Anwendung der Metamodell Fragen oft beseitigen

Meta-Position

Position außerhalb einer anderen Position, von der aus über sie reflektiert werden kann. Die Fähigkeit, eine Vielzahl von Meta-Positionen und Meta–Ebenen kreieren zu können, schafft die Möglichkeit, immer wieder über die Inhalte einer bestimmten Ebene von einer neuen aus reflektieren zu können.

Milton Modell der Spache (Hypnotische Sprachmuster)

Das Milton Modell wurde nach Milton Erickon, Begründer der modernen Hypnotherapie, benannt. Mit Hilfe des Milton Modells führen wir tiefer ins Erleben durch eine Sprache, die sehr allgemein gehalten ist und die jeder mit seinen eigenen Erfahrungen ausfüllen kann.

Waldweg 2Moment of Excellence

Top-Zustand, Situation, in der viele Ressourcen vorhanden sind. Die betroffene Person befindet sich in hervorragender Verfassung und ist im Vollbesitz ihrer Kräfte.

Pacing

Sich angleichen an das Weltmodell des anderen – Spiegeln des Kommunikationspartners. Jemanden dort abholen, wo er sich gerade befindet. Pacing dient dem Rapport-Aufbau.

Physiologie

Die Physiologie einer Person umfasst alles, was durch Wahrnehmen von außen beobachtet werden kann. Sie ist der körperliche Gesamteindruck, der sich auf einen bestimmten inneren Zustand bezieht.

Rapport

Eine positive Beziehung zwischen Menschen. Sie basiert auf Wertschätzung, Verstehen und Vertrauen, Empathie. Rapport wird aufgebaut durch die innere Einstellung und auch durch Angleichen (Spiegeln) von Körperhaltung, Stimme, Sprache u.a.

Repräsentationssysteme

Wahrnehmungssysteme, mit denen wir unsere Umwelt wahrnehmen. Modalitäten, wie wir Informationen aufnehmen, abspeichern und kodieren. Es handelt sich dabei um die fünf Sinne Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken.

Reframing

Reframing bedeutet, eine andere Sichtweise einzunehmen bzw. einen neuen „Rahmen“ aufzumachen, durch den wir unsere Welt betrachten. Beim Reframing gehen wir davon aus, dass jedes Verhalten in mindestens einem Kontext sinnvoll ist (Kontextreframing) bzw. mindestens eine positive Absicht bzw. einen guten Grund hat bzw. in der Vergangenheit, als es entstanden ist, hatte (Inhaltsreframing). Wir betrachten dabei ein Problem von der anderen Seite und sehen die Chancen und Möglichkeiten darin.

Timeline

Repräsentation, in der sich die meisten Menschen die Zeit innerlich vorstellen. Die häufigste Repräsentation ist eine visuelle räumliche Positionierung zeitlicher Ereignisse in einer Linie Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft. Bei der Timeline-Arbeit können einschränkende Erfahrungen aus der Vergangenheit verändert werden, Ressourcen gesammelt und positive Zukunftsvorstellungen gesetzte werden.

VAKOG

Die fünf Sinne betreffend:
Visuell – Auditiv – Kinästhetisch – Olfaktorisch – Gustatorisch

Wahrnehmungsposition

Betrachtungsweise bzw. Standpunkt, den wir zu einem bestimmten Zeitpunkt einnehmen. Diese Standpunkte können beispielsweise die „Ich-Position“, „Du-Position“ und „Meta-Position“ sein.

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