Glücklich-sein

Wer möchte das nicht: Glücklich sein?

Doch wie lässt sich dieser Zustand erreichen?

Ein zu starkes Streben danach ist oft hinderlich – dennoch kann es hilfreich sein, sich mit den Erkenntnissen der sog. Glücksforschung zu befassen. Auf dieser Seite finden Sie solche Forschungsergebnisse, die wir mit eigenen Erfahrungen und Übungen aus unseren Seminaren und Coachings verbinden.

 Wann erleben wir das Gefühl von Glücklich-sein?

1. Wenn wir in der Gegenwart leben – im Hier und Jetzt –  und einer erfüllenden Tätigkeit bzw. Arbeit nachgehen. 

Menschen, die es schaffen, völlig in einer Tätigkeit aufzugehen, grübeln weniger über Vergangenes nach und machen sich weniger Gedanken über ihre Zukunft. Das Leben in der Gegenwart gelingt laut Prof. Mihaly Csikszentmihalyi vor allem durch Achtsamkeit und Konzentration auf das, was man gerade tut: „Wer in dem aufgeht, was er gerade tut, bewegt sich in einer Sphäre der Zeitlosigkeit.“  Dieser Zustand wird auch als „flow“ bezeichnet. Glückliche Menschen sind häufiger in diesen Flow-Zuständen als unglückliche – und sie gehen auch häufiger einer Arbeit nach, die sie ausfüllt und bei der sie ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen können. 

Übung 1:

Finden Sie Tätigkeiten, die Ihnen Freude macht und in der Sie völlig aufgehen können und blenden Sie dabei möglichst alle „Störfaktoren“ aus.

„Flow“- Zustände können Sie trainieren, indem Sie alle Ihre Sinne einsetzten und sich auf den gegenwärtigen Moment fokussieren – was gibt es gerade jetzt zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken? Wie fühlt sich Ihr Körper gerade an? Wie geht die Atmung? Was ist gerade jetzt wahrzunehmen?

Im NLP unterstützt uns dabei die VAKOG Trance und der Moment of excellence, Sie können aber auch meditieren oder ein Achtsamkeitstraining machen.

2. Wenn wir „einfach“ leben, ohne überflüssigen Ballast und klare Entscheidungen treffen.

Wenn Menschen sich für „Einfachheit“ entscheiden, werden sie glücklicher. Prof. Robert Frank belegte das in einem Versuch, bei dem er Menschen anleitete, Schritt für Schritt ihr Leben zu vereinfachen: Sie erhielten die Aufgabe, ihr Zuhause (Wohnung, Keller, Garage, Dachboden…) zu entrümpeln. Außerdem sollten sie ihre Papiere ordnen, finanzielle Probleme regeln, aufgeschobene Projekte abschließen und ihre Beziehungen klären. Bereits nach wenigen Wochen verspürten die Studienteilnehmer, die diese Aufgaben umsetzten, mehr Leichtigkeit und fühlten sich freier und glücklicher. Sie hatten auch weniger den Wunsch, Materielles anzuhäufen – der Effekt hielt auch noch nach einem Jahr an. 

Übung 2:

Gehen Sie durch Ihre Wohnung, als ob es nicht Ihre eigene wäre, als ob Sie nur ein Besucher wären. Was fällt Ihnen auf? Was gefällt Ihnen, was nicht? Entdecken Sie „Ballast“ – und machen Sie einen Plan, diesen abzubauen. Schätzen Sie die nötige Zeit und den Aufwand – Sie werden später davon profitieren. Legen Sie die ersten Schritte dazu fest, vielleicht möchten Sie sich auch von Freunden helfen lassen? Hilfreich ist es auch, dazu eine Zielearbeit nach den NLP Kriterien zu machen. Setzen Sie den Plan dann Schritt für Schritt um und freuen Sie sich an dem Ergebnis!

Auf ähnliche Art können Sie Ihre Papiere, Projekte, Finanzen, Beziehungen betrachten und angehen – wenn nötig mit Hilfe eines Coachings.

3. Wenn wir ein gutes soziales Netzwerk haben und regelmäßig Freundschaften und Familienbeziehungen pflegen.

Gute Beziehungen zu anderen Menschen können das Glücksempfinden in hohem Maße stärken. Dazu gehören gegenseitiges Vertrauen und das Gefühl, „so sein zu können, wie man ist“, sowie im Ernstfall Unterstützung zu erhalten.

Übung 3:

Finden Sie heraus, welches die Menschen sind, die Ihnen besonders wichtig sind, welche zu Ihnen gehören als Partner/Familie und welche Menschen Sie als „echte Freunde“ bezeichnen würden. Wo fühlen sie sich wohl, wo können sein, wie Sie sind?

Betrachten Sie Ihre Beziehungen nicht als selbstverständlich – auch nicht Ihre Ehe / Partnerschaft oder die zu Ihren Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für die Menschen, die Ihnen wichtig sind. Wenn Sie feststellen sollten, dass Ihr soziales Netzwerk sehr klein ist (weniger als 5 Personen), suchen Sie Wege, es zu vergrößern. So wie Sie in Ihrem Leben Zeit für Ihre Arbeit reservieren, schenken Sie auch Ihren Freunden und Ihrer Familie Ihre Zeit. Öffnen Sie sich den Menschen, die Ihnen etwas bedeuten – so können aus Bekannten Freunde werden.  

Zur Verbesserung der Kommunikation in Beziehungen können Sie natürlich auch unsere NLP Ausbildungen nutzen.

4. Wenn wir „Schicksalsschläge“ annehmen und unser Glück nicht davon abhängig machen, ob wir ein bestimmtes Ziel erreichen oder nicht.

Menchen, die diese Fähigkeit besitzen, wissen, dass man das Leben nicht immer alles planen kann und dass es immer wieder Überraschungen und „Pech“ (Unfälle, Krankheiten…) geben wird. Prof. Martin Seligman sagt dazu: »Glückliche Menschen haben genauso viel Pech wie andere, sie gehen nur anders damit um. Sie fragen beispielsweise nicht »Warum passiert mir das?«, sondern »Wozu ist das gut?« Wir haben die Möglichkeit, unsere Gedanken zu verändert und dadurch schneller aus der „Opferrolle“ heraus zu kommen.

Anleitung zum skeptischen Optimismus…! Sie allein sind der Konstrukteur Ihres kognitiven Universums. Es ist völlig egal, was „die Leute da draußen“ denken oder meinen,… Erfahren Sie das Glück kognitiver und handelnder Freiheit. Sie haben die Wahl, die Dinge so positiv zu sehen, dass Ihr Beitrag dazu ein konstruktiver sein kann, auch wenn er „objektiv“ klein sein mag… Handeln Sie. Tun Sie, was Sie können. Es wird genug sein, ein Leben zu erfüllen!“ (Matthias Horx, 2007)

Übung 4:

Wenn das „Schicksal“ zuschlägt, die äußeren Umstände sich ungünstig erweisen und sie einfach „Pech“ haben, dann ist es erst einmal ganz natürlich, sich zu ärgern bzw. zu trauern. Erlauben Sie sich diese Gefühle, verharren Sie aber nicht länger darin als notwendig. Vielleicht können Sie anschließend eine  „Chance“, Lernaufgabe bzw. positive Absicht aus dem Erlebten herausfinden. Vielen Menschen hilft es, eine Meta-Posititon einzunehmen und von außen auf die schwierige Situation zu blicken. Gehen Sie gedanklich mind. ein Jahr in die Zukunft – in der alles sich gut weiter entwicklet hat – und schauen Sie von dieser Zeitebene auf das heutige Problem. Vielleicht haben Sie aus der Zukunft einen Rat für Ihr heutiges Selbst. Im NLP nennen wir das Arbeit mit der Timeline.

5. Wenn wir die „Komfortzone“ verlassen und  Risiken eingehen

Prof. Seligman fand in Studien heraus, dass sich glückliche Menschen immer wieder den Herausforderungen des Lebens stellen: »Wachstum zum Glück findet außerhalb der Komfortzone statt. Wer nie Risiken eingeht und nie scheitert, entwickelt sich nicht und erfährt auch nie seine eigene Stärke.« 

 Übung 5:

Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Sie ein wenig Überwindung kostet. Das kann z.B. sein, dass Sie fremde Menschen ansprechen und ein wenig „small-talk“ machen oder dass Sie in der Fußgängerzone anfangen, zu singen, dass Sie im Beruf neue – ungewöhnliche Ideen einbringen oder Ihre(n) Chef(in) um eine Gehaltserhöhung bitten. Machen Sie Urlaub an einem Ort, an dem Sie noch nie gewesen sind und reservieren Sie das Hotel nicht im Voraus. Nehmen Sie das Leben als große Spielwiese – Sie wachsen mit jeder neuen Erfahrung! Und genießen Sie die Überraschungen und Begegnungen aus diesem Spiel!

 6. Wenn wir unseren Medienkonsum reduzieren und mehr das  machen, was uns gut tut.

Gut tun dabei auch oft die „kleinen Dinge“ des Alltags wie Spazieren gehen, Musik hören, lesen, meditieren, ein heißes Bad nehmen usw. Dass Menschen träge und passiv werden, wenn sie täglich viele Stunden vor dem Fernseher verbringen, liegt auf der Hand. Doch auch das Konsumieren von Nachrichten hat eine Wirkung. Prof. Jeff Davidson, der die Vereinfachungs-Studie von Professor Frank begleitete, fand heraus: »Das gebündelte Unglück, das dem Zuschauer in den Nachrichten präsentiert wird und an dem er selbst nichts ändern kann, verstärkt zunehmend das Gefühl, in einer feindlichen Welt zu leben, der er hilflos ausgeliefert ist.« .

Übung 6:

Erstellen Sie eine Liste der Dinge, die Ihnen im Alltag Freude machen und Ihnen gut tun. Auf dieser Liste sollten mindestens 10 „kleine Dinge“ und Tätigkeiten stehen, die sich schnell und ohne großen Aufwand umsetzten lassen. Sie können diese Liste aufhängen und dann verwenden, wenn der Alltag grau und unattraktiv erscheint. Wir nennen dieses Vorgehen auch Ressourcen aktivieren. Reduzieren Sie außerdem Ihren Medienkonsum bzw. probieren Sie eine Zeit ohne Fernsehen, Computerspiele und Nachrichten – die wichtigen Nachrichten aus der Welt werden Ihnen sowieso zugetragen werden. Suchen Sie sich Freizeitbeschäftigungen, die Ihnen Freude machen.

6. Wenn wir dankbar sind.

Dankbar sein zu können ist ein wichtiger Schlüssel zum Glück – diese Erkenntnis ist ein Ergebnis des Glücksforschers Prof. Barry Kaufmann. Worauf fokussieren wir unsere Aufmerksamkeit? Wenn wir das Schöne in Leben sehen und wertschätzen, erkennen wir die ganze Fülle und nicht nur die Teile, die uns stören. Dadurch empfinden wir das Leben auch insgesamt als schöner.

Übung 6:

Schaffen Sie sich ein Notizbuch an, in dem Sie am Ende jeden Tages eintragen, wofür Sie dankbar sind. Was der Tag Gutes hatte. Nur diese Notizen werden darin festgehalten, sonst nichts. Lesen Sie Ihr Dankbarkeits-Tagebuch regelmäßig. Sie werden feststellen, dass Sie die Welt mit anderen Augen betrachten.

 

7. Wenn wir eine Lebensvision haben und an einen übergeordneten Sinn unseres Lebens glauben.

Wenn wir wissen, wofür wir leben und wofür sich unser Einsatz lohnt, leben wir erfüllter und glücklicher. Übergeordnete Werte und Visionen nutzen wir, um unserem Leben die Richtung zu geben. Auch sind Menschen, die an einen übergeordneten Sinn im Leben glauben, glücklicher. Dabei ist es laut Glücks-Forschung zweitrangig, ob man einem speziellen religiösen Glauben hat oder nicht.

Übung 7:

Stellen Sie sich vor, Ihr Leben wäre am Ende angelangt und Sie blicken darauf zurück. Was möchten Sie dann über dieses Leben sagen können? Was wäre Ihnen in diesem Rückblick wichtig?

Meditieren Sie über den Sinn des Lebens und speziell über den Ihres eigenen. Was ist das, was wirklich zählt? Was werden Sie – sofern Sie an Gott glauben – eines Tages zu berichten haben, wenn Sie zurückkehren in Ihre spirituelle Heimat?

 

Durch diese Übungen werden Sie leichter darauf kommen, worum es „wirklich“ geht, was Ihre höchsten Werte sind. Gerne begleiten wir Sie dabei auch in unseren Seminaren und Coachings. Wir wünschen Ihnen Glück und Erfüllung –  von Herzen!

 

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