Therapie- und Coachingprozesse verlieren deutlich an Wirksamkeit, wenn Klient:innen unter hoher emotionaler Belastung stehen. Aus Sicht des Nervensystems befinden sie sich in solchen Situationen im Überlebensmodus – rationales Denken ist dann
aus neurobiologischen Gründen nur eingeschränkt möglich.
Genau hier setzt dieses zweitägige Seminar an. Es vermittelt fundiertes und praxisnahes Wissen über das Nervensystem. Die Teilnehmenden lernen, ihre eigene Stressregulation zu verbessern und Klient:innen gezielt zu co-regulieren, sodass Coachinginterventionen wieder wirksam werden können.
Grundlage ist das Verständnis des autonomen Nervensystems – insbesondere der Dynamik von Über- und Untererregung. Darauf aufbauend lernen die Teilnehmenden, diese Zustände sicher zu erkennen und passende Interventionen anzuwenden.
Im Fokus steht die praktische Umsetzung: Die Teilnehmenden erlernen konkrete körper- und wahrnehmungsbasierte Methoden zur Stabilisierung und Regulation, darunter Orientierung, Ressourcenaktivierung sowie Selbst- und Co-Regulation.
Das Seminar verbindet kompaktes Wissen mit hohem Praxisanteil und ermöglicht eine direkte Übertragung in den Coachingalltag.
Ziel ist es, die Handlungssicherheit im Umgang mit intensiven Zuständen zu erhöhen und Coachingprozesse noch wirksamer gestalten zu können.
Trainerin
Dr. Katja Grieben ist Pädagogin mit Promotion im Fachbereich Psychologie (Schwerpunkt Stress am Arbeitsplatz). Sie ist systemische Coachin (DGSF) und spezialisiert auf körperorientierte Nervensystemarbeit.
Termin
17. – 18.04.2027
Kosten
295 € für Privatpersonen, 350 € für Unternehmen pro Mitarbeiter:in